Sprechstunde für Demenzabklärungen


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Dr. med. Ansgar Felbecker



Demenzerkrankungen zeigen sich als Gedächtnisstörungen, die oft begleitet sind von weiteren Symptomen. Zu den Ursachen einer Demenz gehören neben den häufigeren Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen des Gehirns und der Alzheimer-Demenz auch seltenere Störungen wie die frontotemporale Demenz, die Lewy-Körper-Erkrankung, die kortikobasale Degeneration, Prionenerkrankungen und nicht zuletzt Störungen als Folge von anderen psychiatrischen (z.B. die „Pseudodemenz“ bei Depressionen) und internistischen Erkrankungen. Je nach Form der Demenz bestehen Überschneidungen mit anderen neurologischen Erkrankungen wie den Be-wegungsstörungen und den Motoneuronerkrankungen sowie zu anderen Fachbereichen, die interdisziplinär bei der Abklärung hinzugezogen werden (u.a. Psychiatrie, Rheumatologie, En-dokrinologie, Allgemeine Innere Medizin, Neurochirurgie).

Demenzerkrankungen nehmen aufgrund der demographischen Entwicklung kontinuierlich zu. Gleichzeitig haben sich in den letzten Jahren die Möglichkeiten einer frühen und präzisen Dia-gnostik deutlich verbessert. Besondere Bedeutung kommt dabei dem frühzeitigen Ausschluss behandelbarer Demenzursachen und einer angepassten medikamentösen und unterstützenden Therapie der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen zu.

In unserer Sprechstunde für Demenzabklärungen werden Patienten mit dem Verdacht und bes-tätigter Diagnose einer Demenz abgeklärt. Für eine erste Einschätzung ist oft ein ambulanter Termin ausreichend, wobei der Fremdanamnese besondere Bedeutung zukommt und deswegen in der Regel die Anwesenheit von Angehörigen oder weiteren engen Bezugspersonen erwünscht ist. In diesem Rahmen wird dann – abhängig von der jeweiligen Situation – eine Empfehlung hinsichtlich der weiteren Abklärungen getroffen. Häufig ist hierzu eine tagesstationäre oder kurze stationäre Hospitalisation sinnvoll.

Die Abklärungen umfassen neben neuropsychologischen Screeningverfahren eine detaillierte Anamnese und Fremdanamnese, eine körperlich-neurologische Untersuchung, eine cerebrale Bildgebung (MRT), eine neuropsychologische Testung sowie eine umfassende Labordiagnostik. In einigen Fällen werden darüber hinaus ein EEG sowie eine ausführliche Liquordiagnostik durchgeführt. Weitere Untersuchungen können im Einzelfall angebracht sein.

Nach abgeschlossener Diagnostik wird – abhängig von der jeweiligen Diagnose – eine Thera-pieempfehlung gegeben. Diese kann den Beginn und die Anpassung medikamentöser Therapien umfassen, bezieht sich aber vor allem auch auf die Vermittlung von Angeboten bezüglich einer unterstützenden, symptomorientierten Therapie, welche die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen nachhaltig verbessern kann. Oftmals ist auch eine Verlaufsuntersuchung nach 6-12 Monaten sinnvoll, um eine Verdachtsdiagnose zu bestätigen.