Dynamische hochfrequente Nervensonographie

In Ergänzung zur klinischen Untersuchung und elektrophysiologischen Diagnostik eignet sich die hochfrequente dynamische Ultraschalluntersuchung peripherer Nerven zur weiteren Ein-grenzung einer Schädigung des peripheren Nervensystems. Da die elektrophysiologischen Un-tersuchungsmethoden die Funktion der Nerven beurteilt, ergänzt die Ultraschalluntersuchung die Einordnung des Krankheitsbildes durch strukturelle Befunde. Im Gegensatz zur MR-Tomographie ist die Auflösung höher, beliebig oft wiederholbar (Verlaufsuntersuchungen) und weitaus preiswerter. Die Ultraschalluntersuchung eignet sich insbesondere zur Beurteilung von Nervenkompressionssyndromen wie dem Karpaltunnelsyndrom, Tarsaltunnelsyndrom und Ul-narisneuropathien. Allerdings können auch wertvolle Informationen bei entzündlichen Nerven-erkrankungen (Guillian-Barrè-Syndrom, chronisch inflammatorische demyelinisierende Neuro-pathie) und Tumoren (Neurinome) gewonnen werden. 

 

Ansprechpartner
Dr. med. Thomas Hundsberger, Oberarzt thomas.hundsberger@kssg.ch